Exkursion nach Thüringen

Vom 23. auf den 24. Januar besuchte unsere Stufe Zehn mit einigen ihrer Lehrerinnen und Lehrer die geschichtsträchtige Stadt Weimar. 

 

Wie wenige deutsche Städte spiegelt das thüringische Oberzentrum den Wechsel deutscher Herrschaftssysteme und  Gräuel und Glanz jüngerer deutscher Geschichte wider. 

 

Unter Karl August von Sachsen-Weimar ab 1783 unter den Maßgaben des aufgeklärten Absolutismus zum Hort des Geisteslebens und als Drehkreuz des „Sturm und Drang“  und der „Romantik“ gereift, fungierte die Stadt gut hundert Jahre später nach dem Ende des deutschen Kaiserreichs auch als Tagungsort der ersten dauerhaften deutschen Volksvertretung parlamentarisch-demokratischer Natur, der Nationalversammlung der sog. „Weimarer Republik“. 

 

Bei einem Stadtrundgang konnten die Schüler das Reiterstandbild des gelehrten Großherzoges Karl August sowie die Statuen Johann Wolfgang von Goethes und Friedrich Schillers bewundern, die beide die Blüte ihrer Wirkungszeit in Weimar erlebten und heute vor dem Nationaltheater den Zeiten und Epochen trotzen. 

 

Dass diese der Stadt nicht immer Schönes, Gutes und Wahres gebracht haben, wurde den Schülern auf eindrückliche Weise im Zuge des Besuches der Gedenkstätte Buchenwald bewusst. Das berüchtigte Konzentrationslager auf dem Ettersberg, in dem die SS ab 1937 Oppositionelle, sog. „Volksfeinde“, Juden und Kriegsgefangene inhaftierte, blickt, wie eine unheilbare Wunde in die Wälder des Hügels geschlagen, mahnend auf die Stadt hinab. 

 

Auch die deutsch- demokratische Republik, die von 1949 bis 1990 bestehende DDR, deren Staatsgebiet Thüringen einschloss, hat der Stadt, ihrer Umgebung und insbesondere dem Gedenken an die „Opfer des Faschismus“ ihre Prägung gegeben. Eindrucksvoll war in diesem Zusammenhang ganz besonders das monumentale, weit ins Umland sichtbare  Mahnmal am Südhang des Ettersberges, das die Schüler in Kleingruppen erfuhren.  

 

Mit den vielfältigen Eindrücken der Vergangenheit im Gepäck und einem hoffentlich vertieften Bewusstsein für die Segnungen von Frieden, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand, die von Menschen geschaffen und erhalten und von Menschen zerschlagen und zerstört werden können, ging es zurück ins Siegerland.

 

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