Zusammenarbeit mit dem Fritz-Fries-Seniorenzentrum

Die erste unverbindliche Zusammenarbeit zwischen dem Peter-Paul-Rubens Gymnasium und dem Fritz-Fries-Seniorenzentrum begann im Schuljahr 2003 / 2004 durch einen Deutschkurs der Jahrgangsstufe 6. Schülerinnen und Schüler (im folgenden mit SuS abgekürzt) gestalteten einen Nachmittag im Altenheim mit Vorlesen von Geschichten.

 

Im Schuljahr 2004 / 2005 besuchten SuS des Differenzierungskurses Pädagogik das Altenheim, um dort eine Umfrage zum Thema „Spiel“ durchzuführen. Dieses Thema wurde im Unterricht unter dem Aspekt „Veränderung von Spielverhalten über verschiedene Generationen“ behandelt. Anlässlich dieser Umfrage entstand bei den SuS der Wunsch, den Kontakt zu den alten Menschen aufrechtzuerhalten und sich regelmäßig um sie zu kümmern. Dieses Anliegen wurde sowohl vom Fachlehrer (der gleichzeitig für die Organisation der AGs an der Schule zuständig ist) und vom Schulleiter als auch vom Ansprechpartner des Altenheims (Sozialarbeiter) begrüßt.

 

So entstand durch Eigeninitiative der SuS eine freiwillige AG mit dem Ziel, alle zwei bis drei Wochen einige Bewohner des Altenheims zu besuchen und zu betreuen. Die AG wird vom Fachlehrer geleitet und vom Sozialarbeiter des Seniorenzentrums betreut. In regelmäßigen Abständen nimmt der Sozialarbeiter am Pädagogikunterricht teil, um für Gespräche, sachliche Informationen und Nachfragen zur Verfügung zu stehen. Er übernimmt die Koordination der Kontakte zwischen den alten Menschen und den SuS und gilt im Altenheim vor Ort als Ansprechpartner für die SuS.  Der Fachlehrer greift weitere Themen im Unterricht auf (z.B. Generationenproblem) und setzt sie mit der AG in Beziehung. Die AG führte zu weiteren Initiativen der SuS wie z.B. der Mitgestaltung des Sommerfests im Altenheim durch Tanz- und Liedbeiträge.


Da diese AG und ihre Vernetzung mit dem regulären Pädagogikunterricht aus mehreren Gründen von allen beteiligten Personen positiv bewertet wurde, entstand der Wunsch, dieses Projekt für die zukünftigen Jahrgänge 9 zu institutionalisieren und dafür ein Konzept zu entwickeln.

Langfristig wünscht sich sowohl die Schule als auch das Seniorenheim eine breit gefächerte Kooperation. Erfolgreich war das Projekt „Lebensbuch“ im Schuljahr 07/08, wo erstmalig Schüler der Jgts. 9+10 mit demenzkranken Senioren/innen im Sinne therapieunterstützender Maßnahmen gearbeitet haben.  Inzwischen haben alle diese Aktionen eine breite Resonanz in der lokalen Presse, in Rundfunk und im Lokalfernsehen von WDR 3 gefunden. Selbst das Fokus Magazin: „Schule“ widmete zum Thema „Ehrenamt“ dem Projekt des Peter-Paul-Rubens-Gymnasiums einen ausführlichen Artikel. Spektakulär war die Einladung der „Lebensbuch-Gruppe“ im  Sommer 2008  in den Landtag nach Düsseldorf, wo unsere Schülerinnen ihre Arbeit an Stellwänden und in Buchform präsentieren konnten. Unter den neuen Rahmenbedingungen einer Verkürzung der gymnasialen Schullaufbahn auf 8 Jahre wurde die Senioren AG mit jüngeren Schüler/innen der Jgst. 8+9 gefahren. Das erforderte eine neue planerische Vorbereitung und teilweise, was die praktische Umsetzung  angeht, einiges an Veränderung in Methode und Inhalt vor dem Hintergrund einer deutlich  veränderten Mitarbeitergruppe. 

 

Inzwischen ist durch curriculare Neuausrichtungen bedingt das Projekt auf das  Fach „Politik und Wirtschaft“ im Differenzierungsbereich übergegangen. In enger Zusammenarbeit von der Fachschaft Sozialwissenschaft, der Fachschaft Erziehungswissenschaft und dem Leiter des Freizeit- und AG- Bereichs sind alle planerischen Vorleistungen erfolgreich erledigt, um den Fortbestand der Senioren - AG im Schuljahr 2013/14 zu gewährleisten.

 

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